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Beschreibung eines Gesellenstücks - Ferdinand Bötel

16.07.2019

Ferdinand Bötel, ein begeisterter Holzkanadierfahrer, entwickelte für sein Sportgerät eine wasserdichte Transporttonne. Er beschreibt sein Gesellenstück selbst wie folgt:
"Es war mir wichtig, von der recht plumpen Form eines Fasses oder einer Tonne wegzukommen und eine eher schlanke und elegante Form zu finden. Essentiell war dabei, die Tonne wasserdicht zu bekommen, denn sie soll, falls man doch einmal kentert, die Kleidung zuverlässig trocken halten. Dennoch sollte der Deckel schnell auf- und zuzumachen sein. Ein Bajonettverschluss war die beste Lösung. Für die nötige Stabilität wird dieser aus Kunstharzpressholz gefertigt. Der Deckel wird mit einer Plexiglasfüllung hergestellt. So hat man nicht nur einen Überblick, was sich in der Tonne befindet, sondern kann bei Regenwetter auch die Wasserkarte auf das Gepäck in der Tonne packen und sie lesen, ohne dass sie nass wird. Der Boden, das Plexiglas und der Bajonettverschluss sind mit einer Korkdichtung versehen, um die Tonne wasserdicht zu machen. Als Holzart für die Tonne verwende ich – wie auch für das Boot – Western Red Cedar. Diese Holz hat nicht nur eine schöne Farbe, sondern ist auch witterungsbeständig und vor allem sehr leicht, was beim Wasserwandern und insbesondere beim Umtragen von Wehren eine große Rolle spielt. Die Oberfläche ist geölt, damit sie einfach wieder aufbereitet werden kann."

 

Ferdinand Bötel aus Bremen wurde 1. Bundessieger im Drechslerhandwerk und  bekam im Herbst 2018 in Berlin eine Urkunde für seine Leistung im Drechslerhandwerk

 

 

Foto: Transporttonne Ferdinand Bötel